Das Jetzt und die möglichen Strukturen der Zeit (01/2009)

DoktorandInnen-Symposion der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie, 30. Jänner bis 1. Februar 2009 | Universität Wien

Ganz allgemein gesehen und metaphorisch gesprochen kann man die stetige Aufeinanderfolge der Zeitstellen die Struktur der Zeit oder den Fluss der Zeit nennen. Die erste Bezeichnung betont den dynamischen Aspekt der Zeit (das Verfließen), während die zweite Bezeichnung die statische Anordnung der Zeitstellen hervorhebt. An dieser Stelle möchte ich die Anordnung der einzelnen Zeitstellen näher betrachten. Wenn jemand über die Strukturen der Zeit spricht, so kommt es dabei gewöhnlich immer wieder zur Aufzählung einiger typischer Grundstrukturen, nämlich von linearer Zeit, verzweigter Zeit und zyklischer Zeit. Des Weiteren werden den genannten Strukturen auch noch tiefer liegende Eigenschaften zugesprochen. So sagt man vielfach, dass die Zeitstellen, die die Struktur der Zeit bilden, in diskreter, in dichter oder in kontinuierlicher Weise angeordnet sein können, dass also die Struktur der Zeit diskret, dicht oder kontinuierlich sein kann. Insgesamt kann man über die Struktur der Zeit noch sagen, dass sie endlich, endlich aber unbegrenzt oder unendlich sein kann. Wie sich im Folgenden ergeben wird, sind nicht alle Kombinationen aus den drei Bereichen möglich und sinnvoll.

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Zeitliche Ontologie und zeitliche Reduktion (08/2008)

31. Internationales Wittgenstein Symposium 2008 „Reduktion und Elimination in Philosophie und den Wissenschaften“, 10. bis 16. August 2008 | Kirchberg am Wechsel

Kann die Berücksichtigung der Zeit und des Raumes bei ontologischen Überlegungen ein Beitrag zur ontologischen Sparsamkeit sein kann? Ich möchte in meinem Beitrag dieser Frage nachgehen. Dazu werde ich zwei eng zusammenhängende Fragen behandeln, nämlich (i.) die Frage nach einer zeitlichen Ontologie und (ii.) die Frage nach den Möglichkeiten einer zeitlichen Reduktion. Die zeitliche Ontologie ist ein zeit-räumliches Kategoriensystem, welches, meiner Meinung nach, besonders einfach und ontologisch sparsam ist, sie macht auch weniger Voraussetzungen. Auf einer anderen Ebene gibt es für die zeitliche Reduktion weitere Möglichkeiten, z.B. die zeitliche Reduktion der Modalitäten oder die zeitliche Fragmen- tierung von ontologisch problematischen bzw. umstrittenen Gegenständen. Es wird sich zeigen, dass die Berück- sichtigung der Zeit (und des Raumes) weit reichende Auswirkungen auf die Ontologie haben kann.

Nachlese zum 31. Wittgenstein Symposium 2008

Annihilation der Zeit in der Informationsgesellschaft? (08/2007)

30. Internationales Wittgenstein Symposium 2007 „Philosophie der Informationsgesellschaft“, 5. bis 11. August 2007 | Kirchberg am Wechsel

In diesem Beitrag möchte ich (1.) erörtern inwieweit die in Diskussionen, Aufsätzen und anderen Beiträgen zum Informationszeitalter und zur Spätmoderne oft vorkommenden Diagnosen über Beschleunigung und Verzögerung der Zeit, über den Stillstands der Zeit, über das Verschwinden der Zukunft, etc. eine ontologische Grundlage und Rechtfertigung haben bzw. überhaupt haben können. Sind diese und ähnliche Aussagen bloße Redeweisen oder haben sie ein ontologisches Fundament? Ich möchte zur Beantwortung dieser Frage (2.) einige Beurteilungskriterien nennen und näher betrachten, die mir dazu geeignet erscheinen, nämlich einerseits eine Entscheidung zu treffen und andererseits auch festzustellen was das Phänomen ist, das man Annihilation der Zeit nennen könnte. Mit diesem Begriff möchte ich gesammelt auf all diejenigen Phänomene Bezug nehmen, die in undifferenzierter Weise als Veränderungen der Zeit bzw. der Struktur der Zeit in der Spätmoderne identifiziert werden können. Anmerken möchte ich dabei, dass es Diagnosen ähnlicher Phänomene auch in Bezug auf den Raum bzw. die Struktur des Raumes gibt. Für diese lassen sich analoge Überlegungen anstellen.

Nachlese zum 30. Wittgenstein Symposium 2007

 

Orte der Mehrdeutigkeit

 

Mehrdeutigkeit in- und außerhalb der Sprache. Auf der Suche nach einer Neuen Universellen Theorie der Ambiguität (NUTA) ...

 

Hasen-Enten-Kopf

 

„MEHRDEUTIG, adj. mehr als éine deutung zulassend: ein mehrdeutiger ausspruch. vergl. eindeutig. “ 

 

– Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Bd. 12, Sp. 1889 bis 1894.

 

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